Beschreibung
„Im Fleisch der Poesie“ bewegt sich Paul Wühr in seinem Werk und die Beiträgerinnen und Beiträger dieses Bandes sind ihm gerne dorthin gefolgt. Anläßlich des 80. Geburtstages des vielfach prämierten Dichters widmen sich die vorliegenden Aufsätze vor allem Wührs großen Gedichtbänden, aber auch andere Formen des reichhaltigen Werkes von Wühr gehören zu den Gegenständen der hier versammelten Analysen. Die Beiträge beschäftigen sich alle mit Wührs poetischen Verfahrensweisen. Wührs Dichtkunst arbeitet im großem Maße mit intertextuellen Verweisen und ist durch das Unterlaufen von binären Gegensätzen wie Geist und Fleisch oder richtig und falsch gekennzeichnet. Diese poetischen Strategien zeigen sich auch in seinem neuesten Gedichtband „Dame Gott“ (2007), zu dem der vorliegende Band bereits erste Lektürberichte und Analysen enthält.
Inhalt
Michael Krüger: Paul Wühr
Sabine Kyora: Im Fleisch der Poesie. Ein Vorwort
Renate Kühn: Intertextualität und Verfremdung: Wühr, propädeutisch
Johann Kreuzer: VON SCHICKLICHEN HÄNDEN und dem REDEN UND SCHWEIGEN: Paul Wührs Gespräch mit Hölderlin
Franziska Mayer und Franz Adam: „Reise nach Innen und umgekehrt“. Aspekte der Raumsemantik in Paul Wührs Grüß Gott
Volker Hoffmann: Gegenstadt aus Wörtern. Zur Intertextualität zwischen Paul Wührs Gegenmünchen (1970) und Raoul H. Francés München. Die Lebensgesetze einer Stadt (1920)
Georg Wagner-Kyora: Das Schweigen der Lessings. Geschichtsdichtung in Salve Res Publica Poetica
Walter Grond: Ist Paul Wühr ein digitaler Dichter?
Lucas Cejpek und Karl Hoess: Weder Wühr noch ich. Ein Gespräch
Thomas Combrink: Die Poesie zwischen den Begriffen. Zu Paul Wührs Venus im Pudel
Sabine Kyora: Was macht die Venus im Pudel?
Lutz Hagestedt: Wortkunst und Körperkunst. Paul Wührs Gedichtband Dame Gott
Jörg Drews: „Let the sunshine in!“, oder: In der Sonne der Weiberreligion. Ein erster Lektürebericht zu Paul Wührs Gedichtband Dame Gott
Claus-Michael Ort: Die falsche Häresie der Poesie. Zu Paul Wührs theologischem Dreh-Buch Dame Gott
Gustav Frank und Wolfgang Lukas: Seeing sound als Grenze. Auf Paul Wührs Tonspuren der 70er Jahre – mit einer medien-editionstheoretischen Fußnote